Wohnungseigentümer fürchten höhere Kosten wegen Ölheizungsverbot

Die Immobilienwirtschaft fürchtet angesichts der restriktiveren Emissionsvorschriften für Heizungen ab 2024 Mehrbelastungen für Eigentümer und Mieter.

Das berichtet „Bild“ (Samstagausgabe). Der Eigentümerverband Haus & Grund (H&G) erklärt die höheren Kosten damit, dass ein Einbau von Wärmepumpen auch den Ersatz von Heizkörper durch Fußbodenheizungen mit sich ziehe.

Laut H&G-Berechnungen müssen Eigentümer eines Einfamilienhauses mit 140 Quadratmetern Wohnfläche für den Austausch einer Ölheizung durch eine Wärmepumpe mit Kosten in Höhe von bis zu 168.000 Euro rechnen. Auf Mieter kommen demnach in einem Mehrfamilienhaus mit zehn Wohnungen je 100 Quadratmeter Mieterhöhungen um bis zu 300 Euro im Monat zu. Kai Warnecke, Präsident von Haus & Grund, hält die Vorgaben der Bundesregierung für nicht finanzierbar. „Die Bundesregierung muss sich endlich von ihrer Wünsch-dir-was-Politik verabschieden“, so Warnecke. Die Wärmepumpe sei „oft genug eine technisch aufwändige und teure Lösung“. Der wohnungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Föst, findet das Verbot von neuen Ölheizungen ab 2024 richtig. „Wir brauchen aber in jedem Fall Ausnahmegenehmigungen, wenn es keine einigermaßen bezahlbaren Alternativen zur Ölheizung gibt“, sagte Föst. Das müsse die Ampel-Koalition noch vereinbaren. Die Wärmepumpe sei nicht alles, so der FDP-Politiker.

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