Habeck: „Zukunft ist erneuerbare Wärme und Wärmepumpen“

Der Einbau von Wärmepumpen in Deutschlands Haushalte soll beschleunigt werden. Die formulierten Ziele sind jedoch ambitioniert.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (B90 / Grüne) möchte eine „Offensive zum Einbau von Wärmepumpen“ starten. Das Ziel soll sein, Deutschlands Haushalte unabhängiger von Öl und Gas zu machen.

Dabei ist das formulierte Ziel ambitioniert: Ab dem Jahr 2024 sollen laut Habeck 500.000 Wärmepumpen jährlich installiert werden. Zur Erinnerung: 2021 waren es 150.000. Bis 2030 sollen so sechs Millionen Wärmepumpen installiert sein. 

Der Großteil der Wärmepumpen soll in Neubauten installiert werden. Während Habeck eine massive Beschleunigung der Installationskapazitäten anmahnt, ist der Ampel-Koalitionspartner FDP skeptisch. 

Entgegen der Meinung Habecks, sieht FDP-Politikerin Sandra Weeser lediglich eine „gut gemeinte Hoffnung“ in Habecks Plänen. Der Fachkräftemangel stehe dem Vorhaben entgegen.

Derzeit fehlen, so heißt es aus der Branche, mindestens 60.000 Installateure. Durch die Verteuerung der Bauteile wurden auch die Wärmepumpen massiv teurer, was zu weiteren Problemen führt.

Geywitz: „Wärmepumpen müssen bezahlbar sein“

Die Bauministerin Klara Geywitz möchte über die Förderbank KfW zwei Förderprogramme auflegen, sodass Wärmepumpen für jeden Bezahlbar werden. „Wärmepumpen müssen sich auch jene leisten können, die mit schmalem Geldbeutel haushalten müssen“.

Wie die Förderung tatsächlich aussehen soll, ist nicht bekannt. Oft werden Förderungen nur über Kredite vergeben, was gerade Geringverdiener in die Schuldenfalle treibt.

Wärmepumpen: Hohes Interesse

Das Interesse an Wärmepumpen ist in den letzten Monaten deutlich gestiegen. Insbesondere Wärmepumpen, die mit Strom aus erneuerbaren Energien, z.B. über die eigene Solaranlage betrieben werden, gelten als entscheidendes Klimainstrument.

Heizen mit Wasserstoff kein Thema

Der Heizungsverband BDH hegte noch Hoffnungen, eine Wärmepumpe-Alternative zu etablieren: Hybride Lösungen mit Wasserstoffkomponenten. Aber auch holzbasierte Wärme und Solarthermen gelten bei den Heizungsbauern als Alternative.

Wirtschaftsminister Habeck hingegen erteilte zumindest dem Bereich „Heizen mit Wasserstoff“ eine Absage. „Wasserstoff als Gasersatz wird langfristig viel zu teuer. Die Zukunft wird direkt über erneuerbare Wärme und Wärmepumpen gesichert“, so Habeck.

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