Mercedes-Benz baut Batterie-Recyclingfabrik in Deutschland

Was passiert zukünftig mit den alten Batterien in Elektroautos? Mercedes-Benz baut hierfür eine eigene Batterie-Recyclingfabrik in Deutschland. Damit möchte der Anbieter einen geschlossenen Wertstoffkreislauf etablieren.

Die Mercedes-Benz AG hat den Bau einer Batterie-Recyclingfabrik im süddeutschen Kuppenheim angekündigt. 

Damit soll geschlossener Wertstoffkreislauf etabliert werden.

In der Fabrik sollen zukünftig die zurücklaufenden Lithium-Ionen-Batterien der Mercedes-Fahrzeuge recycelt werden. Gleiche Werke sollen auch in den USA und in China aufgebaut werden, teilt das Unternehmen in einer Presseerklärung mit.

CO2-Neutrale Fabrik

Zum Aufbau des Unternehmens hat Mercedes-Benz ein neues Tochterunternehmen, die LICULAR GmbH, gegründet. Für die Konzeptionierung sowie den Aufbau der Anlagen plant LICULAR mit dem Technologiepartner Primobius zu kooperieren, der als Joint Venture des deutschen Maschinenbauunternehmens SMS group sowie des australischen Projekt-Entwicklers Neometals das notwendige technologische Know-how inklusive entsprechender Voruntersuchungen in das Vorhaben einbringen soll.

Eine Absichtserklärung wurde hierzu unterzeichnet.

Durch die Forschungsinstitute des des Karlsruher Instituts für Technologie sowie der Technischen Universitäten Clausthal und Berlin soll das Projekt wissenschaftlich begleitet werden.

Nach Unternehmensangaben sollen in der Pilotfabrik in Kuppenheim mehr als 96 Prozent der Batteriematerialen zurückgewonnen werden können.

Mercedes-Benz investiert in die CO2-neutrale Pilotfabrik nach eigenen Angaben einen „zweistelligen Millionenbetrag“ und könnte auch durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert werden, heißt es aus Unternehmenskreisen.

Batterie-Recyclingfabrik in zwei Stufen

Die Fabrik soll in zwei Stufen ausgebaut werden. Bis 2023 soll zuerst eine Anlage zur mechanischen Zerlegung gebaut werden. In einem zweiten Schritt sollen – vorbehaltlich der vielversprechenden Gespräche mit der öffentlichen Hand – die Anlagen zur hydrometallurgischen Aufbereitung der Batteriematerialien in Betrieb gehen. Damit könnten in Kuppenheim künftig alle Schritte von der Zerlegung auf Modullevel über das Zerkleinern und Trocknen bis hin zur Aufbereitung der Materialströme in Batteriequalität abgedeckt werden.

So sollen in der Pilotanlage jährlich 2500 Tonnen Batteriematerial zerlegt recycelt werden. Damit sollen mehr als 50.000 neue Batteriemodule gebaut werden können. Pro Batterie soll nach Angaben von Mercedes-Benz bis zu 70 Prozent CO2 eingespart werden. 

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