Wirtschaftsmathematiker sieht Einsparpotential durch Sommerzeit

Mit der Umstellung auf dauerhafte Sommerzeit ließe sich nach Ansicht eines bekannten Wirtschaftsmathematikers Energie einsparen.

„Ein privater Haushalt könnte bei ganzjähriger Sommerzeit etwa 0,5 Prozent seines jährlichen Stromverbrauchs einsparen“, sagte Korbinian von Blanckenburg, Professor für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsmathematik, der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Der Dekan der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe schätzt das Einsparvolumen bei dauerhafter Sommerzeit bundesweit auf etwa 600 bis 700 Millionen Euro im Jahr.

Noch größere Effekte ließen sich erzielen, wenn man die Tagesaktivität stärker an der Helligkeit orientieren würde, die Kinder also im Winter später zur Schule gingen und auch die Arbeitsprozesse später beginnen würden. Das EU-Parlament hatte 2019 für eine Abschaffung der Zeitumstellung im Jahr 2021 gestimmt, der Beschluss wurde jedoch bisher nicht umgesetzt. Unter den europäischen Staaten ließ sich bisher kein Konsens herstellen, zu welcher Zeit man zurückkehren soll. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) plädierte bislang zwar für eine dauerhafte Winterzeit, ist aber kompromissbereit. „Wenn es jetzt aber neue Erkenntnisse geben sollte und sich die EU-Mitgliedstaaten deshalb auf dauerhafte Sommerzeit einigen würden, wäre auch das ein Erfolg“, sagte Reul.

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