IG Metall: Benner zweifelt an Wettbewerbsfähigkeit deutscher E-Autos

IG-Metall-Chefin Christiane Benner hat Zweifel an der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Elektroautos geäußert. „Wir haben im Moment einfach zu wenig E-Modelle von deutschen Herstellern auf dem Markt, die für das Gros der Bevölkerung finanzierbar sind“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). „Das hat zur Folge, dass die Leute ihre CO2-intensiveren Autos weiterfahren oder sich für chinesische E-Autos entscheiden.“

Die Chinesen stellten „satisfaktionsfähige Elektroautos her“, so Benner. „Ich habe auf der Internationalen Automobilausstellung ein Modell von BYD gefahren und war doch überrascht vom hohen Qualitätsstandard – und das für 25.000 Euro. Die Digitalisierung im Fahrzeug ist exzellent, bis hin zu Karaoke.“

Die Aufgabe der deutschen Hersteller sei es, bezahlbare elektrifizierte Kleinwagen auf den Markt zu bringen, erklärte die Gewerkschaftsvorsitzende. „Das Ziel bleibt unverändert: Wir wollen 15 Millionen Elektroautos bis 2030 auf die Straßen bringen“, so Benner. „Jetzt sind wir erst bei 1,3 Millionen. Der Wegfall der Förderung Ende letzten Jahres führt zu weiterer Verunsicherung.“

1 Kommentar zu „IG Metall: Benner zweifelt an Wettbewerbsfähigkeit deutscher E-Autos“

  1. Was mir im Zusammenhang mit den eAutos aufgefallen ist: Plötzlich spielen die Betriebskosten bei der Betrachtung eine tragende Rolle, obwohl das bei Verbrenner-Fahrzeugen ganz offensichtlich völlig uninteressant ist. Dort hat eine Studie ergeben, dass die Auto-Besitzer die Kosten für ihren Ressourcenvernichter im Schnitt um 52 % zu niedrig einschätzen. Und da stellt sich dann die Frage, wie man einen sinnvollen Vergleich anstellen will, wenn nur eine Seite mehr oder weniger vollständig berechnet wird.

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