Grüne unterstellen FDP im AKW-Streit „parteipolitischen Spielchen“

„Jetzt ist nicht die Zeit für parteipolitische Spielchen“, sagte Lang im Fernsehsender Welt. „Jetzt ist die Zeit, Verantwortung zu übernehmen für die Versorgungssicherheit, für die Netzstabilität, für die Energiesicherheit in diesem Land.“

Sie habe wenig Verständnis dafür, dass die FDP jetzt die Lösung der Einsatzreserve blockiere. Lang blieb bei der Darstellung, dass die FDP dem Streckbetrieb-Kompromiss mit zwei Atomkraftwerken ursprünglich zugestimmt habe: „Wir hatten einen Weg, der war geeint, innerhalb der Koalition. Der wird jetzt wieder aufgebrochen.“ Man habe „nicht unendlich viel Zeit, denn die Betreiber brauchen jetzt Sicherheit – vor allem, damit Reparaturen an Isar 2 vorgenommen werden können. Das heißt, wir entscheiden jetzt darüber, ob der Weiterbetrieb über wenige Monate hinweg überhaupt ermöglicht werden kann. Und ich finde, da sollte die FDP eigentlich das größte Interesse daran haben“, so die Grünen-Co-Vorsitzende. Die Grünen hätten mit dem Streckbetrieb-Angebot einen konstruktiven Vorschlag gemacht. „Damit schaffen wir Versorgungssicherheit für den Winter und auch für das Frühjahr. Und daran sollten wir eigentlich alle gemeinsam ein Interesse haben.“ Die FDP bringe nun jeglichen Weiterbetrieb von AKWs in Gefahr: „Im allerschlimmsten Fall würden die AKWs dann nicht mehr für die Einsatzreserve nutzbar gemacht werden können. Sie würden dann einfach zum 31.12. vom Netz gehen.“ Die Verantwortung dafür sieht sie bei der FDP. Diese will sich derzeit mit dem Streckbetrieb der AKWs nicht zufrieden geben, sondern strebt eine deutlich längere Laufzeit an.

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