Deutsche Grüne im EU-Parlament für europäischen Gaspreisdeckel

In der Debatte um einen Gaspreisdeckel wird der Ruf nach einer europaweiten Lösung lauter.

Die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten müssten kurzfristig einen europäischen Gaspreisdeckel von höchstens 100 Euro pro Megawattstunde beschließen, besser noch in deutlich niedrigerer Höhe, sagte der Sprecher der deutschen Grünen im EU-Parlament, Rasmus Andresen, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). Angesichts von Preisen von aktuell um die 300 Euro für die Megawattstunde Gas würde ein solcher Preisdeckel von 100 Euro einen Unterschied machen, sagte Andresen.

„Die Gaspreise steigen im Durchschnitt immer weiter in die Höhe. Ohne regulatorische Eingriffe werden wir das nicht in den Griff bekommen und große Teile Europas rutschen in die Energiearmut“, warnte der Grünen-Politiker. Durch ein gemeinsames Vorgehen könne Europa seine Marktmacht nutzen, um die Gaspreise für alle zu begrenzen. „Ausschließlich die Europäische Union hat die politische und ökonomische Macht, so eine Preisbremse durchzusetzen“, fügte Andresen hinzu. Um keine falschen Anreize zum Gasverbrauch zu setzen, sollte die Gaseinkaufmenge aber auf 85 Prozent begrenzt werden, der Rest könne durch mindestens 15 Prozent Einsparung erzielt werden. „Dies könnte ein guter Kompromiss sein, um Energiearmut zu bekämpfen, die Gewinne der fossilen Unternehmen zu begrenzen und den Gasverbrauch zu senken“, so der EU-Politiker.

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