Bundesregierung will bei Weltklimakonferenz „Brückenbauer“ sein

Die Bundesregierung will bei der 27. Weltklimakonferenz im ägyptischen Scharm El-Scheich als "Brückenbauer" auftreten.

„Für die deutsche Bundesregierung hat die Eindämmung der Klimakrise oberste Priorität“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung mehrerer Bundesministerien, die am Sonntag veröffentlicht wurde. Man werde sich in Ägypten mit geeinten Kräften dafür einsetzen, den internationalen Klimaschutz voranzutreiben.

„Die Menschheit steuert auf einen Abgrund zu, auf eine Erwärmung von über 2,5 Grad, mit verheerenden Auswirkungen auf unser Leben auf dem einzigen Planeten, den wir haben“, sagte Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Dabei habe die Menschheit alle nötigen Instrumente in der Hand, um die Klimakrise zu begrenzen und auf den 1,5-Grad-Pfad zu kommen. Auf der COP wolle man sich mit anderen Staaten für „mehr Ambition und ein robustes Arbeitsprogramm mit konkreten Minderungsschritten“ einsetzen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) ergänzte, dass die globale Erderwärmung die „strukturelle Krise unserer Zeit“ sei. „Und wir werden daran gemessen werden, diese Krise beherrschbar zu halten. Dies schaffen wir nur, wenn wir das fossile Zeitalter endgültig hinter uns lassen.“ Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) sagte unterdessen, dass Deutschland bei der Klimakonferenz ein „wichtiger Brückenbauer“ zwischen Industrie- und Entwicklungsländern sein wolle. „Dazu müssen wir anerkennen, dass es bereits heute erhebliche Klimaschäden gibt, gerade in den ärmsten Ländern.“

Diese Länder verlangten zu Recht Solidarität und darauf hätten die Industrieländer in den vergangenen Jahren keine „angemessene Antwort“ gehabt. „Es ist daher eine zentrale entwicklungspolitische Aufgabe, mit praktischen Lösungen den vom Klimawandel betroffenen Gesellschaften konkret zu helfen“, so Schulze.

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