Bundesministerien konkretisieren Pläne für Biomassestrategie

Die Bundesregierung hat ihre Pläne für eine "nachhaltige Nutzung" von Biomasse aus der Wald-, Landwirt- und Abfallwirtschaft konkretisiert.

Mehrere von den Grünen geführte Ministerien legten am Donnerstag gemeinsame Eckpunkte für eine Nationale Biomassestrategie vor. Der Handlungsrahmen soll demnach durch das „nachhaltig verfügbare Biomassepotenzial“, den Erhalt natürlicher Ökosysteme und das sogenannte „Food-First-Prinzip“ gebildet werden.

Auf Basis dieser Eckpunkte soll die Strategie im Dialog mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft erarbeitet und im kommenden Jahr verabschiedet werden. Die Ampel-Regierung hatte sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, eine „nachhaltige Biomassestrategie“ zu erarbeiten. „Biomasse – also z. B. Holz, Energiepflanzen oder organische Abfälle – ist eine sehr gefragte und auch heimische Ressource“, sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Auch wenn sie natürlichen Ursprungs ist, sei ihr Einsatz aber nicht per se klima- und umweltfreundlich. „Biomasse ist auch nur begrenzt verfügbar. Also brauchen wir Regeln für einen nachhaltigen Umgang.“ Die Biomassestrategie soll laut Habeck die für die Nutzung nötigen Leitplanken schaffen. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) sagte unterdessen, dass die Strategie ein „wichtiges Instrument“ sei, „um nachhaltig erzeugte Biomasse gezielt und systemdienlich nutzbar zu machen“. Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) ergänzte, dass sich die „Klima- und Biodiversitätskrise“ nur gemeinsam lösen lasse. „Wir dürfen die Krisen nicht gegeneinander ausspielen“, sagte sie. „Ziel der Nationalen Biomassestrategie ist daher zu ermitteln, wie viel nachhaltig gewonnene und erzeugte Biomasse zur Verfügung steht, und diese innerhalb der ökologischen Grenzen zu nutzen.“

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